Das Projekt
Ziel des Projektes war es, eine funktionsfähige, programmierbare Maschine zu konstruieren, welche automatisiert Mischgetränke zubereitet.
Die Idee für die Entwicklung einer solchen Maschine entsprang einer Diskussion über den Grad der Automatisierung in der täglichen Umgebung. Hieraus entwickelten sich eine Fülle von Fragestellungen, beispielsweise ob die Vorteile, welche eine automatisierte Zubereitung gegenüber der manuellen mit sich bringt, überwiegen oder welche Kriterien das Gerät erfüllen muss, um als lebensmittelecht zu gelten. Um das Gesamtprojekt innerhalb des zur Verfügung stehenden Zeitrahmens von 8 Wochen zu realisieren, wurde in einem Projektteam bestehend auf 4 Stundenten der Dualen Hochschule Mannhheim (Fachbereich Elektrotechnik) gearbeitet und die verschiedenen Teilaspekte des Projektes in einzelne Arbeitsbereiche aufgeteilt.
Das Gehäuse
Um die diversen Komponenten der Maschine unterbringen zu können, bedurfte es einer Gehäusekonstruktion welche neben den optischen - auch den technischen Ansprüchen genügt. Das Resultat eines Gruppenbrainstormings ist im Ergebnis zu betrachten - ein Chassis aus verstärkten Aluminiumprofilen mit einer Tragkraft von 1,5 T dient als Unterkonstruktion. Als Geräteträger innerhalb des Gehäuses dienen Aluminiumplatten und als Verkleidung kommen opalschwarze Plexiglastafeln der Firma Röhm zum Einsatz. Um ein hohes Maß an Verarbeitungsqualität zu gewährleisten wurden für die Bearbeitung der unterschiedlichen Materialien diverse Verarbeitungsverfahren eingesetzt, u.a. ein Laser und eine Wasserstrahlschneidstation.
Das Touchpanel
Als Bedienoberfläche der Cocktailmaschine dient ein MP 277B Touchdisplay der Firma Siemens. Es enthält einen Auswahlbildschirm, über den die einzelnen Cocktails ausgewählt werden können. Weiterhin gibt es eine Einzelauswahl und eine Spülfunktion. Die Schwierigkeit bei der Realisierung war es vom Touchdisplay auf die jeweilig benötigten Variablen in der Steuerung zuzugreifen, so dass bei einem Tastendruck die gewünschte Funktion unmittelbar ausgeführt wird. Durch die einfache, intuitive Benutzerführung kommt man schnell in den Genuss eines leckeren Cocktails!
Die Steuerung
Für die Steuerung wurde eine Siemens S7 SPS (= Speicherprogrammierbare Steuerung) verwendet. Hier sind die Logik für die Rezepte, die Füllsände sowie die Beleuchtung einprogrammiert, die Ansteuerung durch den Bediener erfolgt über ein Touchpanel. Folgende Funktionalitäten sind in der ersten Version verfügbar:
Rezepte: Mit den Zutaten Rum, Wodka, Ananas, Kirsch, Maracuja, Orange, Zitrone und Grenadine sind insgesamt 17 Rezepte möglich, davon 9 mit Alkohol. Die gespeicherten Rezepte können durch das Panel ausgewählt werden.
Einzelauswahl: Zusätzlich können einzelne Zutaten mit Angabe der Menge (z. B. 2cl Rum) ausgewählt werden.
Füllstände: Während des Betriebs wird der Füllstand der einzelnen Flaschen festgehalten und auf dem Panel angezeigt.
Beleuchtung: Bei Betrieb der Maschine sind die Flaschen sowie das DHBW-Schild auf der Vorderseite der Maschine ständig durch weiße LEDs beleuchtet. Wird ein Cocktail ausgewählt und die Pumpen sind in Betrieb, blinken die roten LEDs um die ausgewählte Flasche.